Kommen Sie sich auch manchmal so blöd vor?

 

Seit unserer Kindheit vermitteln uns manche Lehrende, SchulkollegInnen, Eltern, etc. das Gefühl dumm zu sein, wenn wir neuen Unterrichtsstoff nicht so schnell verstehen wie andere.

 

Wichtig: Die Gehirne der Menschen arbeiten nicht alle im selben Tempo!

Wir unterscheiden hier in 3 - angeborene - „Gehirn-Typen“:

           - neuronal schnell
           -neuronal dazwischen
           -neuronal langsam

 

Neuronal Schnelle sind regelrechte Turbo-Hirne, die sehr schnell „schalten“ und Neues rasch verarbeiten können, weshalb sie zunächst intelligenter als andere wirken.

 

Neuronal Langsame brauchen anfangs länger um neue Informationen zu begreifen, haben jedoch später andere Vorteile, wenn es darum geht, tiefer in ein Thema einzudringen.


Wichtig: Auf Dauer gleicht es sich aus, denn die neuronal Langsamen können dafür früher Erlerntes besser „anzapfen“ und nutzen, als die meisten Schnellen.

 

Der Großteil der Menschen ist neuronal Langsam bis neuronal Dazwischen, und die Anzahl der Personen, die Neues blitzschnell verarbeiten, ist sehr gering!

 

Zu dieser Erkenntnis kam Vera F. Birkenbihl, selbst neuronal langsam, erst nach vielen Jahren intensiver Gehirn- und Lernforschung, woraufhin sie das große Problem unseres Schulsystems erkannte:

Das Tempo des Unterrichts in Schulen aber auch in der Erwachsenenbildung, orientiert sich zumeist an den neuronal schnellen Lernenden und nicht an den neuronal Langsamen. Dadurch sind diese überfordert, zweifeln an sich selbst, trauen sich weniger zu und behalten diese negative Einstellung über sich und ihre „Unfähigkeit zu lernen“ ihr Leben lang.

  • Haben Sie auch schon erlebt, zu langsam für das Tempo eines bestimmten Unterrichts oder Vortrags zu sein, woraufhin Sie überfordert waren und in Stress gerieten?
  • Was haben Sie dagegen getan?


Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

 

 

Kommentare: 15 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    andrea o. (Samstag, 25 Juli 2015 20:54)

    danke für den Input! ich kenne das sehr gut, nicht von mir, aber von meinem Sohn - er hatte immer Schwierigkeiten in der schule, weil er "so langsam" war, dann war er schon so frustriert, dass er gar nicht mehr mitmachen wollte, Schule geschwänzt hat und die Schule abgebrochen hat. Nach einigen Jahren (und Abstand von Schule, Schulsystem, seinen Lehrern, ...) hat er jetzt erfolgreich die Abendmatura bestanden, weil er da im eigenen Tempo lernen konnte und so seine Erfolge gemacht hat und immer positiver zum Thema Lernen wurde. Schade, dass Kinder manchmal solche Umwege gehen müssen und Lernen durch falschen Unterricht teilweise so negativ besetzt ist!

  • #2

    Karen D (Sonntag, 13 September 2015 13:28)

    Oh, this speaks to me so much. May I mention I have only just become acquainted with Vera Birkenbihl (from a random posting by a friend on Facebook). I completely agree with the argument that many people have experienced problems because lessons were oriented towards those who have 'fast neuronal' function. My daughter had similar problems to Andrea's son (mentioned in the post above). With my encouragement she studied at the BFI and is now a qualified Pflegehelferin, working in Styria. I wish I had known about Vera Birkenbihl much earlier; she would have given me a lot of comfort.

  • #3

    monika (Donnerstag, 17 September 2015 16:09)

    dear karen,
    thanks for your comment, its great, that you could help your daughter - Vera F. Birkenbihl was often a great help for children and parents also!

  • #4

    Wolfgang (Donnerstag, 10 Dezember 2015 08:58)

    Ja, stimmt, die Schulen, Unis, etc. haben oft ein zu schnelles Unterrichtstempo. Doch was nützt uns diese Erkenntnis? Die Lernenden werden nach wie vor unter Zeitdruck gesetzt. Also die Frage: was können wir, die Lernenden tun, um damit zurecht zu kommen???

  • #5

    monika (Donnerstag, 17 Dezember 2015 22:55)

    @Wolfgang - Methoden von vfb direkt beim Lernen ausprobieren und einige wenige, die dir liegen, fix anwenden, um deinen Lernstoff entsprechend aufzubereiten - wichtig ist, dass beim Lernen das Gehirn aktiviert wird, Interesse geweckt wird und Neugierde - unser Gehirn lernt immer und gerne - wir müssen das zu Lernende nur entsprechend "geschmackvoll" zubereiten - es ist ähnlich wie beim Essen: schön dekoriertes, kreativ zubereitetes Gemüse versus zerkochter Gemüsematsch ...!

  • #6

    Wolfgang (Dienstag, 22 Dezember 2015 15:18)

    Hallo Monika,
    du hast recht, dass das zu Lernende geschmackvoll zubereitet sein sollte, damit wir es gut verdauen können (und gerne zu uns nehmen wollen). Nur der Zeitdruck, der uns auferlegt wird, ist meist zu groß.
    Die Aufbereitung des Lernstoffes benötigt auch viel Zeit, so dass für´s eigentliche Lernen dann keine Zeit mehr bleibt.
    Wenn der Lernstoff einmal birkenbihlmäßig aufbereitet ist, dann ist er ja auch leicht zu lernen. Nur das ist ja leider (fast) nie der Fall. Zumindest nicht auf Universitäten.

  • #7

    Monika (Mittwoch, 23 Dezember 2015 08:18)

    Hallo Wolfgang, da gebe ich dir völlig recht bei beidem - es dauert lange, den Lernstoff aufzubereiten und er ist es selten bis gar nicht (weder auf den Schulen noch auf den Unis :-)). Aber, ganz wichtig: Das Aufbereiten ist schon das eigentliche Lernen!! Genau die 4 Schritte für gehirn-gerechtes Lernen neuer Inhalte sind das tatsächliche Lernen, bitte merken! Ihr müsst also folgendes tun: schließt euch zusammen, am besten zu viert und jede/r übernimmt ein Viertel zur Aufbereitung - das ergibt folgendes Resultat: 1. der Stoff ist überschaubar, 2. jede/r kann sein eigenes Viertel - durchs Aufbereiten - bereits ausgezeichnet (und ist damit einer positiven Note schon nahe) 3. er/sie kann sein Viertel den anderen beibringen (=Lernen durch Lehren) und ihr habt einen aufbereiteten Gesamtstoff. Dazu kommt noch: viel Spass am Tun, Erfolgserlebnisse, zahlreiches Aktivieren der Neuro-Mechanismen (aufbereiten, vergleichen, etc.), Ball im Tor-Effekt! Viel Erfolg!

  • #8

    Wolfgang (Mittwoch, 23 Dezember 2015 13:07)

    Richtig, Monika! Die Vierer-Gruppen-Aufteil-Methode hatte ich ganz vergessen!
    Man sollte sich drei weitere Birkenbihl-Kundige Lernkollegen suchen, dann ist die Aufbereitung nur noch ein Viertel so viel.
    Dafür braucht man allerdings drei weitere Lernkollegen, die zurselben Zeit den selben Lernstoff zu lernen haben und birkenbihl-affin genug sind um den Stoff entsprechend aufbereiten zu können.
    Allerdings, eine schwierige Aufgabe, die oft nicht zu realisieren sein wird, fürchte ich. Und man ist von der Arbeitsqualität der Kollegen abhängig.

  • #9

    Monika (Freitag, 25 Dezember 2015 18:37)

    Hallo Wolfgang! Hast du schon einmal versucht, den Lernstoff aufzuteilen mit KollegInnen ähnlicher Anschauung und Wissen zu fb-Methoden?! Wir bekommen oft Anfragen von StudentInnen, ich denke, man könnte auch über Foren oder Aushänge an der Uni geeignete Leute finden!

  • #10

    Wolfgang (Freitag, 01 Januar 2016 13:25)

    Ich muss zugeben, das habe ich noch nicht versucht. Allerdings studiere ich auch nicht mehr. Als ich noch studierte, wusste ich leider noch nichts von VFB. Vielleicht hätte ich sonst das Studium zu Ende gebracht. Ich hab total entmutigt abgebrochen.

    Anderes Thema: gibt es hier vielleicht auch einen Thread zum Thema Sprachenlernen mit der Birkenbihl-Methode? Hätte da ein paar Fragen und wäre an Erfahrungen von Anderen interessiert.

  • #11

    Bart Hollins (Donnerstag, 02 Februar 2017 21:15)


    You actually make it seem so easy with your presentation but I find this matter to be really something which I think I would never understand. It seems too complicated and very broad for me. I'm looking forward for your next post, I'll try to get the hang of it!

  • #12

    Jesenia Thorp (Sonntag, 05 Februar 2017 18:20)


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  • #13

    Kasha Felch (Montag, 06 Februar 2017 23:43)


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  • #14

    Winter Doris (Mittwoch, 27 September 2017)

    Wenn man dann noch die Blutgruppe der neuronal schnellen anschauen würde, stellt man vielleicht auch fest das sie die seltenste Blutgruppe haben werden, AB (Homo sapien)
    Neuronal dazwischen B (Homo Erektus, Hab illustration...)
    Neuronal Langsam 0/A
    (Homo Neandertaler, Heidelberg)
    Die geringste Unterart verschafft sich den Vorteil aus unserem Nachteil, sich später zu entwickeln.
    Ich Hauptschule, 1-9 Klasse Konzentrations Schwäche,
    ADHS test 2017 = IQ test 130
    Na da schau her
    ADHS Erklärung vieler Berichte, Potenzial erst nach dem Gehirn Umbau (pupertät)
    Halte die größte Bevölkerung als Arbeiter so wirst du als geringe Spezies die oberhand bekommen

  • #15

    Andreas (Montag, 07 Mai 2018 14:32)

    Ja, Vera war recht langsam, das führte zu so mancher Anekdote, wenn sie mit einem "Schnellen" die Köpfe zusammensteckte :D

    Hier gibts übrigens eine schöne Liste aller Vera Birkenbihl-Bücher :)
    http://blog.cashflowclub-magdeburg.de/vera-birkenbihl-buecher/